Menschenbild /Weltbild

Menschenbild Glücksschule

Kinder sind von Natur aus neugierige, entdeckungsfreudige und offene Wesen. Sie lernen ganz von selber krabbeln, laufen, sprechen und vieles mehr. Weil sie lernen wollen! Sie sind unermüdlich, geduldig und sehr ausdauernd im Einüben von neuen Fertigkeiten. Kinder wollen möglichst selbstständig und selbstbestimmt sein, deshalb will auch jedes Kind die Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen unbedingt erwerben. Allerdings möchte es selber bestimmen, wann und wie es diese und andere spannende Fähigkeiten erwirbt (wenn es eine sensible Phase dafür hat). Weiter sind Kinder Beziehungswesen. Sie können ihr riesiges Potential umso besser entfalten, je mehr sie sich geliebt, angenommen, unterstützt, gehört, ernst genommen und verbunden fühlen. Ebenso sind Kinder gleichwertige und vollständige Menschen, die eigene Ziele, Wünsche und Interessen haben, die respektiert und möglichst unterstützt werden sollen.

Basierend auf diesem Menschenbild brauchen Kinder eine Schule, die ihnen ermöglicht, die angeborene Neugier, Begeisterungsfähigkeit und Entdeckungsfreude voll und ganz auszuleben und weiter zu entwickeln. Kinder brauchen eine Schule, die möglichst ideale Voraussetzungen anbietet für ihren selbstorganisierten Lernprozess. Eine Schule aber auch in dem Lehrpersonen liebevolle, herzliche und ermutigende Beziehungen zu Kindern herstellen, damit sie sich sicher genug fühlen, um wirklich all das erforschen und entdecken zu können, was sie interessiert und bewegt.


Der Ansatz der Glücksschule

Ursprünglich sind Kinder neugierig, entdeckungsfreudig, kreativ, begeisterungsfähig, offen, aktiv und von innen heraus motiviert. In jedem Moment sind sie aufmerksam, lern- und wissbegierig und ständig dabei, sich etwas Neues anzueignen. Ihr Leben ist Lernen. All das geschieht ganz spielerisch aus der ihnen innewohnenden Neugier und Liebe dem Leben gegenüber. Sie wissen sehr genau, was sie wollen und was sie brauchen, sie sind spontan, ehrlich, mitfühlend, glücklich und leben ganz im jetzigen Moment.

Nach Abschluss der Schulzeit zeigt sich jedoch oft noch ein ganz anderes Bild.

Viele Schulabgänger haben gelernt, bequem, faul, träge, lustlos, unmotiviert, unglücklich und passiv zu sein. Sie haben gelernt, die Verantwortung für sich selbst, ihr Leben, ihr Lernen und ihr Glücklichsein in fremde Hände zu geben. Und sie haben gelernt, dass sie lernen müssen, was andere wichtig finden, und zwar für die Zukunft. Ebenso haben sie den Kontakt zum jetzigen Moment und zum spielerischen und offenen Leben durch das, was sie durch die Schule und Erziehung gelernt haben, weitgehend verloren.

Die Glücksschule will diese ursprüngliche Freude am Lernen, die Offenheit und innere Kraft der Kinder erhalten und stärken, so dass jedes Kind sein ureigenes inneres Potential voll zur Enfaltung bringen kann!



„Kinder lernen am besten, wenn sie den Lernstoff selbst bestimmen können. Als geborene Entdecker geniessen sie

es, ihre Neugier zu leben.“ Gerald Hüther